2008-12-05

Naheliegende Erkenntnis

In diesem Artikel der NZZ rund um die Mumbai-Geschehnisse kommt sehr schön zum Ausdruck, wie sich Twitter und redaktionelle Onlineangebote in der Verbreitung von Information ergänzen.

Ergänzen. Das ist der springende Punkt.

Und es wäre ganz traumhaft, wenn sich diese Erkenntnis so langsam mal in den Köpfen und Beiträgen aller Journalisten und (Micro-)Blogger festsetzen könnte. Es gibt hier kein "die einen sind besser als die anderen"! Die jeweiligen Angebote bieten verschiedene Möglichkeiten und haben unterschiedliche Nutzen. Twitter (oder welcher Microbloggingdienst auch immer) ist das schnelle Medium, das die nahezu sofortige Info über das Geschehen bzw. Stattfinden eines Ereignisses in die Welt bringen kann. Dass Twitter mit seinen 140 Zeichen keine Hintergrundanalysen ermöglicht, ist ja wohl offensichtlich. Dass diese Hintergrundanalysen dann auf Wikis und den Onlineportalen journalistischer Provenienz stehen, ist jetzt auch nicht sonderlich überraschend. Und dass die Verbreitung über die Existenz dieser Hintergrundanalysen dann wiederum via Twitter passiert, ist - na? genau! - ebenso naheliegend.

Warum zum Geier gibt es also stets und ständig dieses bekloppte, kindische Konkurrenzgeschreibe. Die Diskussion geht doch jetzt echt schon lange genug, dass die Erkenntnis der gegenseitigen Fruchtbarkeit sich vielleicht mal einstellen könnte.

(Artikel via @furukama)

Kommentare:

bemme51 hat gesagt…

hach, immer diese versöhnlichen töne... ohne aggro kein spass, würde ich mal behaupten. platzhirschgehabe, eitelkeiten und so.

und so neu is das alles nicht, die grossartigste aller tageszeitungen hat die leserreporter schon sehr früh zu grössenwahn angestiftet...

ani*ka hat gesagt…

das ist die angst der zeitungsredakteure, dass ihnen das papier unter den händen weggerissen würde und der job unter dem po.