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2008-11-02

Vitaminhaltige Gedanken.

Aus gegebenem Anlass war ich die vergangenen vier Wochen gezwungen, ausschließlich und gänzlich an Rechnern mit Windows-Tastatur und Windows-Betriebssystem zu arbeiten. Dies war kaum eine Umstellung. Jahrelang schrieb und klickte ich in diesem Universum. Selbst in den vergangenen zwölf Monaten hatte ich immer wieder das Vergnügen, die Windows-Shortcuts aktiv gebrauchen zu dürfen. Nun sitze ich seit gestern wieder an einem Rechner der Firma Apple. (Nein, mein kleines Schwarzes ist immer noch nicht wieder bei mir. Schnüff.)

Und seit gestern abend bin ich darüber erstaunt, welch Heimatgefühl sich bei mir eingestellt hat. Das hier muss irgendwie mehr sein als einfach nur der Hype und Style. Es beginnt mit der Anordnung der Tasten auf der Tastatur. Das Kopieren mit cmd+C geht wesentlich ergonomischer vonstatten als mit dem fingerverknotenden strg+C. Meine Schreibfehler durch Vertippen verringern sich drastisch, sobald ich an einem Apple-Gerät schreibe. Die Bedienung des Trackpads mit zwei und einem Finger zum Scrollen und Klicken auf der gesamten Fläche führt dazu, dass ich nicht mehr über die Bedienung des Trackpads und die Bedienung der Dokumente nachdenken muss. Ich kann mich voll und ganz auf wasauchimmer konzentrieren, ohne mit einem halben Auge zu gucken, wo Scrollleiste oder Maus abgeblieben sind. Es geht weiter mit der Tatsache, dass ich hier an einem schätzungsweise drei Jahre alten Powerbook sitze und der Lüfter genauso selten anspringt wie bei meinem jungspundhaften Macbook. Das Handling der Software ist auf beiden Systemen gleich gut und gleich schlecht. Nur ist es auf Mac OS X irgendwie fluffiger. Auch auf die Gefahr, dass das jetzt extrem eso-mäßig klingt, aber das fehlende Kantige im Design überträgt sich irgendwie auf die Arbeit. Form und Funktion gehen einfach immer Hand in Hand. Irgendwie ist es die gesamte Architektur dieser sauteuren Äpfel, die entspanntes Arbeiten ermöglicht und dieses kleine, seufzerige, begeisterte Hach hinterlässt, wie es sonst nur feinste Indietunes vermögen.

Seit einem Jahr überlege ich hin und wieder, welchen Einfluss dieses HypeKultStyloGehabe rund um den Apfel auf meine eigene Einstellung hat. Einen relativ großen, soviel weiß ich. Zu sehr bin ich anfällig für den Enthusiasmus anderer. Apple schafft es Menschen dazu zu bringen, viel Geld für gut aussehende Produkte auszugeben, die eigentlich weniger können als standardmäßig drin sein sollte. Siehe iPhone mit ohne Bluetoothschnittstelle. Siehe Macbook mit mickrigen zwei USB-Ports. Siehe iPod mit geht-nur-mit-iTunes. Apple hat es geschafft, dass ich zusätzliche 200,- Euro für einen schwarzes Gehäuse ausgegeben habe. Nur weil es schwarz ist. Hallo?!? Welche Saubande von Kapitalisten denkt sich denn sowas aus??? Bereut habe ich es keine Sekunde.

Ich habe keine Antwort auf meine Begeisterung. Ich bin immer noch erstaunt über mich selbst. Vielleicht ist es ja doch das Ding, dass mensch mit einem Mac nach wie vor zu einer Minderheit gehört, deren Technik bewundert wird. Keine Ahnung. Ich weiß nur, dass ich wieder alles daran setzen werde, in nahestmöglicher Zukunft vor einem kleinen Schwarzen zu sitzen, zu schreiben, zu arbeiten und mich gut zu fühlen.

2007-12-14

Tool für den Mac - Witch

Das Wechseln zwischen den geöffneten Programmen und all seinen Fenstern per shortkey ist etwas, das unter Windows effizienter ist. Die Tastenkombination Alt+Tab ermöglicht unter Windows genau das: den Zugriff auf ALLE Fenster. Das Mac-Äquivalent Cmd+Tab hingegen klappert lediglich alle Programme ab und dazu nur diejenigen, die aktiv bzw. nicht minimiert sind.

Das ist reichlich nervig, wenn mensch zum Beispiel mit dem Mailprogramm Horde arbeitet. Die Antwort wird hier in einem Popup-Fenster verfasst. Arbeite ich für Job #2, habe ich in meinem Browser 4 Tabs geöffnet, deren Seiten mich mit Information versorgen, und dazu eine Textdatei mit Textbausteinen für die Antworten an die Kunden. Üblicherweise läuft eine Kundenanfrage so ab: Mail lesen und Antwort-Popup-Fenster öffnen, zurück zum Hauptfenster des Browsers und Bestellung in der Datenbank anschauen, weiteres Vorgehen entscheiden und passenden Textbaustein im Textverarbeitungsprogramm raussuchen, Antwort fertig schreiben. Da das Hauptfenster des Browsers (und nicht das Antwort-Popup-Fenster) zuletzt von mir genutzt wurde, zeigt mir der Apfel bei Cmd+Tab also auch wieder das Hauptfenster an. Keine Chance, per shortkey an das Antwortfenster ranzukommen. Friemeliges Geklicke mit der Maus ist angesagt. [edit: Es gibt wohl doch eine Möglichkeit.]

Nun erzähle ich gestandenen Mac-Usern vermutlich nichts neues, aber ... Ein kleines, betörendes Wesen schafft hier Abhilfe. Witch heißt es und ist nebenbei gleich noch um einiges cleverer als die Windows-Variante. Durch die vertikale Anordnung ist sofort der Text der Titelleiste ersichtlich. Das wiederum habe ich unter Windows immer schmerzlich vermisst.

Hier kommt's her: Peter Maurer.

2007-11-27

damn it

i have 94.7 GB free space left on my hard drive and the first thing that comes to my mind is: oh, i shoulda clean up a little!

94.7 GB!

any further questions?

2007-11-20

Dezentes Technikquartettwissen.

Eine Woche mit Mac OS X gearbeitet.

- Ich habe noch kein einziges Mal ein Programm geschlossen, nur weil ich unschuldigerweise eine Mailadresse eintippen wollte. Der Trick? Immer brav in Firefox mehrere Tabs öffnen und sich beim Schließen derjenigen welchen das Ganze bestätigen lassen.

- Naivstens, aber wirklich sowas von naivstens Thunderbird eingerichtet, ein paar Tage lang Mails vom Server gezogen und dann Sonntag abend, als ich die alten Mails brauchte, festgestellt, dass ich die ja mal besser vorher rüberkopiert hätte... Dezentes Technikquartettwissen deluxe hat mir auch hier geholfen und eine quasi-Synchronisation der beiden Posteingänge ermöglicht. BOOAAH! Wie professionell das jetzt wieder klingt. In echt sah das dann einfach so aus, dass ich den aktuellen Posteingang in einen neuen Unterordner kopiert habe und dann nicht das komplette Profil (wie's ja immer in allen Anleitungen steht), sondern einfach nur alle relevanten Dateien ins bestehende Profil reinkopiert habe. ABER! Ein bisschen stolz bin ich ja schon auf diese Idee.

- Von meiner Begegnung mit Microsoft habe ich bereits berichtet.

- Nicht dass ich da jemals groß drüber nachgedacht hätte, aber die Aufteilung auf die crlt-, alt- und cmd-Taste macht irgendwie Sinn. Oder so.

- Das Kind in mir weckte der Hinweis auf die alternativen Tastenbelegungen. ç∂ªµ~∆⁄√ç ‚€®œπøº ∫∫©†€å«€∑≈≈√ Das war Apple-Sprech und heißt: ganz großes Kino!

- Ich suche immer noch diesen Bootcamp-Assistenten. Heißt der nur in Englisch so und auf deutsch dann Festplatten-Assistent? Aber warum schreibt der Mensch im macuser-Forum dann von Programme>>>Dienstprogramme>>>Bootcamp Assistent... Ich versteh die Welt nicht mehr so schnell.

- Ich vermisse nach wie vor die Entf-Taste. Herr Dobschat hat recht, man gewöhnt sich dran. Aber die Zurück-Taste ist einfach nicht dasselbe. Und auch nicht das Gleiche. Der Unterschied? Ohne Heben der Hand komme ich nicht an die Zurück-Taste, wohl aber an die Entf-Taste. Die kleinen Dinge, ich sag's euch.

- Soeben das erste Mal den Blauzahn zum Einsatz gebracht. Hatte keiner meiner vorherigen Rechner. Oder auch, brauchte ich nie, denn mein Mobiltelefon hat für Windows entsprechend faschistoide Software. Nun kann ich endlich das hier bringen:
apfel und bier
Nein, ich gehöre nicht zum StreetDesktop-Team der abgebildeten Brauerei.

So sieht er übrigens schlecht fotografiert aus:
macbook2

2007-11-18

Das musste ja so kommen.

Kaum eine Woche beim Apfel und schon finde ich mich auf der Microsoft-Homepage wieder.

Grund sind die Menschen, die mir eine Sicherheitskopie ihrer Musik im wma-Format haben zukommen lassen. Hab ich vorm Überspielen gar nicht dran gedacht. Dann waren sie auf dem MacBook und Cog wollte und wollte sie nicht laden. Den Converter Switch besorgt. Will der natürlich erstmal diese Flip4Mac-Windows-Media-auf-Mac-Geschichte. Damit er die wma-Dateien überhaupt auslesen kann. Zack, bei Microsoft gelandet. Und als hätt' ich's mir nicht schon denken können: Der Download über die Microsoft-Seite will und will nicht starten. Aber CHIPonline hat sowas ja immer im Angebot...

Und schon klingt unser aller liebster Scientologe aus den Lautsprechern meines Macs.

2007-11-14

Ich bin verliebt. Und habe trotzdem ein Problem.

Unschwer zu erraten, dass es sich beim Objekt meiner Begierde um das Kleine Schwarze handelt.

Nachdem ich dann jetzt doch auch mal festgestellt habe, dass der VLC-Player - naheliegenderweise - auch als Musikabspielgerät taugt, bin ich ein glücklich arbeitender Mensch. iTunes kann mir gestohlen bleiben und das ist auch gut so.

Rundum glücklich hingegen wäre ich, wenn ich wüsste, wieso Skype nicht mehr startet, obwohl es direkt nach der Installation problemlos funktionierte. Doppelklick auf die Verknüpfung im Dock als auch Doppelklick im Finder nutzen nix. 10.5 ist mein Betriebssystem. Ideas anyone? Ich würde doch so gerne mit meinem Chef quatschen.

2007-11-13

Kaum steh ich hier und singe

kommen sie nicht von nah und fern. Wir sind hier schließlich nicht in einer Erdnuss-Werbung.

Das ist er. Mein erster Post - geschrieben auf meinem eigenen MacBook. Auf meinem eigenen, schwarzen MacBook. Himmel, sieht der geil aus! Ich frage mich gerade, wie ein Unternehmen so kultig sein kann, wenn es seine Produktpolitik so unsozial ausrichtet. 200 Euro für 40GB Mehr an Festplattenkapazität und ein schwarzes Gehäuse. Das ist Diskriminierung derer, die mit engelsweiß nichts anfangen können, aber dummerweise die paar Euro überhaben. Das muss mensch sich echt mal auf der Zunge zergehen lassen.

Aber nicht heute.

Heute werde ich mein Baby mit ins Bett nehmen. Dieser Rechner ist nämlich ganz nebenbei wie geschaffen für mich. In den Landeseinstellungen gibt es ja diese schicke Möglichkeit, die Datumsanzeige nach persönlichen Vorlieben zu gestalten. Dazu wird als Beispiel nicht etwa das tagesaktuelle Datum verwendet. Nein, nein. Mein Geburtstag wird dort angezeigt. Ja, ja. Ich sag nur: Mein Baby gehört zu mir.