2008-04-25

Wege, die aneinander vorbeiführen.

Wo wir gerade schon bei diesen kleinen Beobachtungen sind.

In den Stunden, in denen wir nicht beieinander sind, sind wir jeder für uns irgendwo in dieser Stadt. Ohne äußere Bewegung an einem Ort oder im Fluss des Straßenverkehrs. Unsere Wege kreuzen sich dabei. Nicht direkt. Manchmal auch das, aber das meine ich nicht. Ich spreche von den Momenten, in denen einer in seinem Zimmer sitzt, draußen rattert die Straßenbahn vorbei und ein anderer sitzt dort drin, auf seinem Weg zur Arbeit. Sie treffen nicht aufeinander und sind dennoch miteinander verbunden. Es ist nie ganz klar, wann genau dieser Moment da ist. Es ist ein Moment, der im Kopf des einen oder des anderen stattfindet. Eine Vorstellung.

Eine Vorstellung, die Nähe erzeugt. Die das eigene soziale Netz mit Punkten und Linien auf der Landkarte markiert. Diesen Punkten und Linien Gesichter und Lebenswege zuordnet. Es ist eins der Dinge, die das Existieren zu einem Leben machen.

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